Produktion eigener Mutterpflanzen

Gesundes Pflanzgut ist eine wichtige Vor­aus­­­­set­zung für Ihre erfolgreiche Frucht­­­­pro­­­duk­tion.
Die Produktion von unserem eigenen Aus­gangs­material ist dabei ein entscheidender Schritt, um eine gesunde Vermehrung sicherzustellen. Neue Krankheiten treten erfahrungsgemäß zunächst regional auf, bevor sie sich dann über größere Anbau­gebiete verbreiten. Ein Anbau von Mutter­pflanzen aus den verschiedenen Zucht­sta­tionen an einem Ort beinhaltet ein hohes Risiko für die Übertragung von Krank­heiten. Da unser Vor­stufenmaterial nicht mit verschiedenen an­deren Pflanzen­herkünften in Berührung kommt, ist das Risiko einer Krankheitsüber­tragung minimiert.
Deshalb arbeiten wir bei Kraege in einem eigenen „geschlossenen System“.
Die Vermehrung unserer Elitepflanzen beginnt mit einer in-vitro-Vermehrung im Labor.
Hier geht es nicht – wie allgemein in Me­ris­­­tem­­­­laboren – darum, in möglichst kurzer Zeit viele Jungpflanzen zu erzeugen, sondern ein­zig und allein um die Produktion weniger, gesunder Pflanzen. Die nachfolgenden Ver­mehr­ungs­­schritte erfolgen nun ausschließlich über Aus­läufer. Zunächst werden die in-vitro-Pflanzen im Saranhaus weiter vermehrt. Das gazeartige Sarangewebe verhindert, dass Insekten in das Haus gelangen, welche die Erdbeerpflanzen mit einem Virus in­fizieren könnten.
Die Mutterpflanzen und Jungpflanzen stehen auf Tischbeeten, also isoliert vom Grundbeet, so dass eine Infektion mit Bodenpilzen ausgeschlossen ist. Zusätzlich werden die so im Saranhaus erzeugten Superelite-Pflanzen (SEE) jährlich auf einen möglichen Krank­heits­­befall untersucht.

Die Superelite-Pflanzen werden auf einem speziellen Feld, von sonstigen Erdbeer­an­lagen weit entfernt, vermehrt. Die so erzeugten Elite-Pflanzen (EE) dienen als Ausgangs­ma­terial für das Han­dels-Pflanz­gut und stehen unter ständiger Kontrolle der Landwirtschafts­kammer.